Bewertung & Preisfindung – Schritt für Schritt und nachvollziehbar
Am Anfang jeder Einschätzung steht eine sorgfältige Betrachtung des jeweiligen Stücks. Dabei geht es zunächst darum festzustellen, ob es sich um ein zeitgenössisches Original handelt – oder um eine spätere Anfertigung bzw. eine Nachbildung.
Gerade in den letzten Jahrzehnten hat sich ein breites Feld an Nachfertigungen entwickelt. Manche davon wurden ursprünglich für Sammler hergestellt – etwa die sogenannten „57er-Varianten“, die ohne NS-Symbolik produziert wurden und durchaus einen eigenen Sammlerwert besitzen. Andere Stücke hingegen sind bewusst so gefertigt worden, dass sie Originalen ähneln und daher eine genaue Einordnung erforderlich machen.
Dank langjähriger Erfahrung lassen sich viele Unterschiede sicher erkennen. In einigen Fällen geben Details wie Nadelblock, Gravur oder Material erste Hinweise. In anderen Situationen sind es Feinheiten – Gewicht, Größe, Verarbeitung oder auch das Gefühl in der Hand –, die den entscheidenden Unterschied ausmachen.
Diese Einordnung bildet die Grundlage für jede weitere Betrachtung eines Objekts.
Wie wird der Wert eingeordnet?
Sobald die Echtheit möglichst eindeutig beurteilt werden kann, erfolgt die Einordnung des Sammlerwertes. Diese orientiert sich an mehreren Faktoren:
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Sammlermarkt: Werte können je nach Nachfrage und Seltenheit schwanken
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Fachliteratur & Vergleichsstücke: Orientierung an anerkannten Werken und dokumentierten Referenzen
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Beobachtung des Marktes: Einblicke in Auktionen und Entwicklungen innerhalb von Sammlerkreisen
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Unterschiedliche Perspektiven: Je nach Blickwinkel (Sammler oder Wiederverkäufer) können Einschätzungen variieren
Da das Sammeln und Bewahren im Vordergrund steht, unterscheidet sich diese Einordnung häufig von rein handelsorientierten Betrachtungen.
Unser Anspruch
Ob aus langjährigem Sammelinteresse oder im Zusammenhang mit einem Nachlass: Der Umgang mit historischen Objekten erfordert Sorgfalt, Transparenz und Respekt.
Wichtig ist dabei, dass jederzeit nachvollziehbar bleibt, wie eine Einschätzung zustande kommt und worauf sie basiert. So entsteht eine verlässliche Grundlage, auf der Entscheidungen in Ruhe und ohne Druck getroffen werden können.







